Finde den Frieden in dir – MON(D)tagsgebet

Innerlich bewegt, was gerade in der Welt und mit unserer Erde passiert, hatte ich letzte Woche die Idee zum gemeinsamen Gebet jeden Montag aufzurufen. Dabei erinnerte ich mich auch an die Vereinigung Deutschlands 1989. Ich bin überzeugt, dass die damaligen Montagsgebete in Leipzig einen entscheidenden Einfluß auf den friedlichen Erfolg der Vereinigung hatten.

Verbunden mit noch ein paar anderen Menschen betete ich also letzte Montag für ein friedliches Miteinander und für einen achtsamen Umgang mit unserer Erde. Danach meditierte ich und ich konnte fühlen wie ich immer näher auf Menschen zu ging, die sehr dunkel wirkten. Aber ich fühlte keine Angst, sondern ging mit offenem Herzen auf sie zu und nahm sie in den Arm. In dem Moment fühlte ich wie diese Menschen ihr eigenes Licht sehen konnten und alles dunkle verschwand. Am Ende fühlte es sich an, als ob wir vollkommen verschmolzen waren und mein Herz nur noch Liebe spüren konnte. Ich konnte spüren, dass es keine größere Kraft als die Liebe gibt. Es ist genau das, was wir auch ganz real immer wieder tun sollten. Wir sollten uns viel mehr in den Arm nehmen. Uns in den Arm nehmen und berühren ist unendlich heilsam. Ich glaube auch wenn wir jemanden gedanklich in den Arm nehmen, dass es bei dem anderen ankommt.

Da fällt mir ein, dass es dazu eine schöne Übung gibt. Versucht mal innerlich jemanden in den Arm zu nehmen, den ihr eigentlich nicht in den Arm wollt. Versucht alles, was zwischen euch steht zur Seite zu schieben ohne jedes Urteil. Ihr könnt euch auch dabei sagen, ich vergebe mir … ich vergebe dir. Wenn ihr es wirklich schafft, das ehrlich und mit offenem Herz zu tun, dann werdet ihr merken, dass sich etwas verändert zwischen euch. Ich stelle mir sogar manchmal unsere Erdkugel aus kosmischer Sicht vor und stelle mir vor wie ich die komplette Erde innerlich umarme.

Am Tag nach dem letzten MON(D)tagsgebet hatte ich eine merkwürdige Unruhe in mir. Es war so ein Gefühl, dass ich wissen wollte, ob ich mich auf dem richtigen Weg befinde. Außerdem merkte ich, wie meine Gedanken immer wieder hin und her gingen. Dabei handelte es sich um Dinge die in unserer Welt passieren und was wir alles tun könnten. Es schlichen sich dabei immer mehr ungute Gefühle ein. Also beschloss ich einen meditativen Spaziergang durch den Wald zu machen mit meiner kleinen Hündin „Cuba“. Ich wollte innerlich wieder zur Ruhe kommen, denn alles andere macht für mich keinen Sinn. Das bedeutet bewußt durch den Wald zu gehen und sich darauf zu konzentrieren, was man sieht und fühlt. Aus Erfahrung weiß ich, das mich das immer wieder auf den richtigen Weg bringt um in mir Klarheit zu bringen. Jetzt im Nachhinein weiß ich, wie wichtig diese Meditation war und ich möchte euch gern davon erzählen.

Bei den ersten Schritten stellte sich immer wieder der Satz in mir ein „Finde den Frieden in dir … finde den Frieden in dir … finde den Frieden in dir….“ Ja, mir war klar, dass man erst den Frieden in sich selbst finden muss. Ich begann an ganz viele Dinge zu denken, wo ich den innerlichen Frieden noch nicht gefunden hatte. Der Kopf fing wieder an zu arbeiten.

Ich ging weiter auf einem sehr breiten Weg. Da kam mir ein älterer Mann ganz langsam entgegen. Es war ein Zeichen für mich auch ganz langsam zu gehen und damit meine Gedanken ganz langsam zur Ruhe kommen konnten. „Vergib dir und habe vertrauen nur so kannst du Frieden in dir finden“ waren die innerlichen Worte. Mein Gefühl zog mich zu einem kleinen schmalen Weg mit ein paar kleineren Hindernissen, die ich überqueren musste. Plötzlich, ganz unerwartet, kam mir ein Hund entgegen, der wirklich etwas gefährlich aussah. Ich spürte Angst in mir aufsteigen und mein kleiner Hund lief auch in eine andere Richtung weg.

Ich blieb einfach stehen und betete, dass nichts passiert. Eine Weile stand ich dem Hund ganz still gegenüber. Dann kam irgendwann die Besitzerin und ich hatte das Gefühl, dass ich durchatmen kann. Was sollte mir das sagen? War der Hund wirklich gefährlich oder hatte ich einfach nur in mir programmiert, dass die Rasse einfach gefährlich ist? Ich war jedoch sicher, dass ich richtig gehandelt hatte. Ich blieb einfach ruhig und ging ins Vertrauen.

Was sollte mir diese Situation sagen? Es ging ganz klar um das Thema „Angst“. Auch die Angst, die mich begleitet hatte als ich über die Zukunft unsere Welt unserer Erde nachdachte. Irgendwie fühlte ich, dass ich einer Antwort auf meine Fragen näher kam. Ich war einen Berg hoch gegangen und oben angekommen sah ich auf eine Pferdekoppel. Ich stand da schaute auf die Pferdekoppel und plötzlich strahlte die Sonne durch die Wolken genau auf die Koppel.

Ich stand da und die Gefühle in mir, in meinem Herzen, waren unbeschreiblich. Es war wunderschön! Die Wiese und die Blätter der Bäume strahlten in einem unbeschreiblich schönen Grün. Die Blätter der Bäume tanzten förmlich in dem Licht. Und in mir kamen die Worte: „Sieh die Schönheit unserer Erde, unserer Welt. Sieh die Schönheit und das Licht in allem.“ Ich fühlte absoluten Frieden in mir!

Ich begab mich mit diesem unbeschreiblichen Gefühl des Friedens in mir auf dem Rückweg. Ich saugte förmlich alles, was ich sah in mich auf mit einem unglaublichen Gefühl der Ruhe und Frieden in mir. Ich sah um mich herum nur die Schönheit des Waldes. Gleichzeitig fühlte ich mich auch so beschenkt für mein Leben und die ganzen schönen Dinge, die uns die Natur schenkt… unsere Erde schenkt.

Dann wurde mir klar, was es bedeutet den inneren Frieden zu finden. Wir sind so oft damit beschäftigt mit dem, was alles nicht gut läuft. Vor allem mit uns selbst gehen wir hart ins Gericht. Dabei vergessen wir leider zu oft, die Schönheit in uns und in unserer Welt zu sehen. Wenn ich die Schönheit unserer Erde und unseres Lebens sehen kann, dann entwickle ich von ganz allein einen innerlichen Schutz. Ich gehe von ganz allein achtsam mit mir selbst und mit allen anderen um. Dann beginne ich auch von ganz allein nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir unser Leben und unsere Erde erhalten können.

Mir wurde die Bedeutung von Angaangaqs Worten immer bewußter: „Sieh die Schönheit in den anderen Menschen.“… “ Wir haben vergessen, wie schön diese Welt ist.“

Ich kam voller Dankbarkeit und mit inneren Frieden nach Hause. Ich kehrte auch mit folgender inneren Überzeugung zurück: Der Frieden fängt bei mir selbst an. Je mehr Frieden ich in mir habe um so mehr kann ich es auch ausstrahlen. Den Frieden in mir kann ich nur finden indem ich die Schönheit und das Gute in mir und in der Welt sehe, mit der ich verbunden bin.

Vielleicht denkt jetzt der ein oder andere, ja das ist ja alles gut und schön, aber was ändere ich den damit in der Welt? Ich glaube, dass wir sehr viel verändern können indem wir die Schönheit und das Gute wieder in allem und zuerst in uns sehen.

Der Weg führt über unser Herz. Und auch da war wieder Angaangaq sehr nah bei mir, der um die Welt reist um das Eis in den Herzen der Menschen zu schmelzen. Kennt ihr den Spruch: „Nur mit dem Herzen sieht man gut?“ aus der „Kleine Prinz“?

In diesem Sinne freue ich mich, wenn ihr mit mir am Montag um 08.08 Uhr abends betet. Lasst uns gemeinsam den Frieden in uns finden und die Schönheit in uns und der ganzen Welt sehen.

Betet auf eure Weise, wie es sich für euch gut anfühlt. Vielleicht macht ihr auch eine kleine Zeremonie so wie ich es tun werde. Ich werde räuchern, weil es die Energie verändert und reinigt. Ich zünde auch immer eine Kerze an. Dann gehe ich in mein Herz und verbinde ich mich innerlich mit der göttlichen Welt. Ich werde für den Frieden in mir und in allen anderen Menschen beten. Mein Gefühl wird mir dann sagen, was gerade wichtig ist, ob ich dafür trommeln, singen oder was auch immer möchte.

Das so zu tun ist mein Weg. Aber es gibt ja ganz viele verschiedene Wege. Vielleicht habt ihr auch das Gefühl ganz real zusammen beten zu wollen. Tut euch zusammen oder kommt auch gern zu mir, wenn ihr in meiner Nähe seid.

Wie ihr euer Herz öffnet und zum lächeln bringt findet ihr auf dieser Seite.

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