Dresden – Rundgang am Morgen durch meine Heimatstadt ( Teil 1)

Blick von der Augustusbrücke

Es ist schon sehr erstaunlich, dass es einen immer wieder in die Heimatstadt zieht. Mit 17 bin ich von Dresden weg gezogen. Jetzt lebe ich in der Nähe von Köln. Beide Städte sind meine Heimat und mein Herz schlägt für beide Städte gleich. Im Grunde bin ich von Ost nach West von einer Stadt mit viel Geschichte in die andere Stadt mit genauso viel Geschichte gezogen. Ergeben hat sich daraus meine eigene Geschichte mit dem Wunsch, dass sich die Menschen im Herz vereinen.

In Dresden ist mir wieder bewußt geworden, was wir Menschen für großartige Fähigkeiten in uns haben. Es ist unglaublich wie viel sich in kurzer Zeit verändert hat. Es wäre so schön, wenn wir uns wieder darauf besinnen, dass wir Menschen in der Lage sind viel Schönes zu erschaffen und zu erbauen. Vielleicht könnten wir anfangen uns als „Erbauer“ zu sehen. Als Erbauer einer Welt, wo wir unser Wissen so nutzen, dass alle Menschen friedlich zusammen leben können. Ja es ist ein Traum. Aber wer sagt, dass Träume nicht wahr werden können? Als Kind habe ich auch davon geträumt, dass ich irgendwann vor dem Kölner Dom stehe und jetzt lebe ich sogar ganz in seiner Nähe… also lasst uns träumen von einer Welt die Platz für alle hat, wo alle friedlich miteinander leben können.

In der Dresdner Neustadt beginnt meine Runde.
In der Neustadt gibt es wunderschöne Innenhöfe. Hier ist ein Theater versteckt.
Blick auf die Hauptstraße – ehemals Straße der Befreiung.
Passend, da ich gerade auch im Häkelfieber bin…

Wie ihr an den ersten Bildern erkennen könnt, fängt meine Runde in der Dresdner Neustadt an. Unglaublich, was sich da verändert hat. Die kleinen Innenhöfe mit den vielen kleine Restaurants, Cafés und kleinen Läden mit ausgefallen Dingen sind wunderschön. Das Kontrastprogramm besteht aus den Plattenbauten, wenn man auf die Hauptstraße (Straße der Befreiung – früher) abbiegt.

Hauptstraße in der Neustadt in Richtung des goldenen Reiters.

Wenn man in die Richtung der Dresdner Innenstadt schaut, sieht man den goldenen Reiter. Mich hat jedoch erstmal der Baum auf der linken Seite mehr angezogen. Er ist umwunden voller Efeu (es gibt übrigens schon einen Blogeintrag über Efeu von mir). Einfach wundervoll! Ich bin mir sicher, dass der Baum von dem Efeu profitiert. Die anderen Bäume haben an den Seiten Auswuchtungen. Es ist Baumkrebs. Bei diesem Baum, ist nichts davon zu sehen. Ich bin überzeugt, dass der Efeu den Baum gesund hält.

Links von den wunderschönen Efeu & Baum ist übrigens das Eiscafé Venezia. Das gab es schon zu DDR-Zeiten. Es ist sehr empfehlenswert.

Ich liebe es immer wieder zu sehen, wie die Natur sich gegenseitig stützt. Wenn wir wieder anfangen uns als Teil der Natur zu sehen, dann haben wir auch wieder die Chance uns so gegenseitig zu stützen. Ich bin so dankbar, dass ich erkennen durfte, wie die Pflanzen und Tiere uns helfen. Vielleicht sollten wir ihnen auch helfen, indem wir sie schützen und wieder mehr Freiraum geben.

Aber natürlich möchte ich euch den „Golden Reiter“ nicht vorenthalten. Der Reiter ist „August der Starke“. Der Name „August“ bedeutet erhaben oder ehrwürdig. Außerdem steht er auch in Verbindung mit dem Monat August. Es ist ein Sommermonat, wo die Sonne uns viel Kraft und Stärke gibt. Genau das strahlt „August der Starke“ auch alles aus. Das Pferd unterstreicht nochmal die Kraft und Stärke. Das Pferd taucht immer auf, wenn es um viel Kraft geht.

„August der Starke“ hat Dresden im wahrsten Sinne des Wortes zu einer starken Stadt gemacht. Für mich auch wieder ein Beweis zu was ein Mensch fähig ist.

Aufgetankt mit so viel Kraft geht es weiter Richtung Elbe. Auf dem unteren Bild seht die die Augustus-Brücke, die gerade neu renoviert wird. Da das Ampelmännchen einen gewissen Kultstatus bekommen hat für den Osten, dachte ich mir, ich mach euch mal ein Bild davon.

Blick Richtung Augustus-Brücke. Rechts könnt ihr schon einen Teil der historischen Altstadt sehen. Rechts ist die Hofkirche.

Angekommen auf der anderen Straßenseite fällt der Blick als erstes einen Biergarten. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf die andere Elbseite mit dem „typischen“ Blick, der auf vielen Postkarten zu sehen ist.

Es zieht mich weiter ans Elbufer. Begrüßt werde ich von einer der ältesten und wichtigsten Heilpflanze, dem Beifuß. Die Sachsen haben den Beifuss verehrt als heilige, schützende Pflanze des germanischen Gottes Wotan. Aber das Kraut ist vor allem auch ein Frauenkraut. Es war schon besonders, das Kraut mit der Frauenkirche im Hintergrund zu sehen. Geradezu magisch für mich! Die europäischen Schamanen nutzen den Beifuss auch als wichtigstes Kraut zum räuchern. Es reinigt und wärmt. Nicht umsonst wurde und wird das Kraut bei fettigen Speisen gern verwendet. Wer mehr dazu wissen möchte. Hier habe ich einen Link über den Beifuss gefunden:

https://www.heilpflanzen-welt.de/2008-11-Beifuss-Kraut-der-Magier-und-Schamane/

Ganz vorn am Elbufer sieht man wie sich die Stadt in der Elbe spiegelt. Es ist eine wunderschöne friedliche Atmosphäre. „August der Starke“ schien genauso beeindruckt von Italien zu sein, wie ich es bin. Daher hat er die Gebäude dem Italienischen Stil nachempfunden. Daraus ist auch die Bezeichnung „Elbflorenz“ entstanden.

Von großer Bedeutung sind auch die Schaufelraddampfer, die ihr davor seht. Mit ihnen kann man bis in die sächsische Schweiz fahren. Es lohnt sich!

Ganz links ist die Carolabrücke. Dann kommt die Kunstakademie mit der „Zitronenpresse“ (so wird die Kuppel auf dem Gebäude genannt und ganz rechts ist die Frauenkirche.
Links ist wieder die Kunstakademie mit der „Zitronenpresse“, dann die Frauenkirche. (Für das helle Gebäude daneben habe ich keinen speziellen Namen gefunden.)
Links ist das Ständehaus (heute Oberlandesgericht, dann folgt das Residenzschloss, der Hausmannsturm, die Hofkirche und daneben seht ihr die Augustusbrücke.

Abgesehen von den beeindruckenden Gebäuden, gibt es noch so viel mehr, was mir begegnet. Ich liebe es die frechen Krähen zu beobachten. Stundenlang könnte ich den Boden nach Steinen absuchen. Den Kontrast von dem schweren Steinen zu den leichten Federn, fand ich besonders schön.

Auf dem Weg zurück vom Elbufer in Richtung Biergarten, begegneten mir noch diese schönen Graugänse. Ich finde sie haben ein super schönes Gefieder. Und da mich die Gänse immer dazu ermahnen nicht so viel zu reden, werde ich es jetzt als Anlass nehmen und den ersten Teil von meiner Runde zu beenden.

Im Zweiten Teil nehme ich euch mit über die Augustusbrücke, vorbei am Fürstenzug Richtung Frauenkirche.

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