Erinnerungen – Meditation mal anders

Ich habe lange gebraucht um Wege zu finden was die passende Meditation ist. Als ich heute in die Meditation abtauchte, kamen ganz viele wunderschöne Erinnerungen hoch. Dann erinnerte ich mich daran, was ich meinem Mann zum Geburtstag geschenkt hatte. Ich wollte ihm etwas besonders schenken. Etwas was ihm im Herzen berührt.

Dann dachte ich, wie schön es immer ist, wenn wir uns an verschiedene Momente erinnern. Das versuchte ich dann in dem Bild auszudrücken. Stellt euch vor ihr hättet einen Baum und mit jeder Erinnerungen wächst ein Blatt. Je mehr schöne Erinnerungen um so mehr Blätter hat er und um so größer wird er.

Ihr kennt doch alle das Gefühl wie es ist, wenn ihr ein Fotoalbum heraus holt und euch erinnert. Die Geschichten werden wieder lebendig und auch die Gefühle kommen wieder hoch. Ich glaube, dass die Erinnerungen, die in unserem Herzen gespeichert sind dort auch ewig bleiben.

Sich zusammen zu erinnern ist natürlich auch sehr schön. Aber es ist auch sehr schön für sich ganz allein in eine Erinnerung hinein zu spüren. Gerade für all die Menschen, die mit Meditation nichts anfangen können oder sich damit schwer tun ist es eine Möglichkeit um einfach mal abzutauchen in sich hinein. Einfach indem man sich schöne Erinnerungen zurück holt.

Ich habe z.B. eine Erinnerung in die ich immer wieder sehr gern tief eintauchen kann. Ich war mit meinem Mann auf den Malediven vor über 10 Jahren. Da kamen plötzlich Delfine. Einer schwamm die ganze Zeit mit einem kleinen Delfin vor dem Boot her. Ich habe das nie vergessen. Ich habe diesen Moment in mir gespeichert und ich kann es immer wieder abrufen. Wenn ich daran denke bin ich immer noch innerlich erfüllt und je mehr ich mich da hinein begebe um so intensiver wird es. Manchmal habe ich fast das Gefühl, ich schwimme mit den Delfinen.
Mein Mann, der ein totaler Kopfmensch zu sein scheint, sagte damals zu mir, ich soll es im Herz speichern. Ich hatte gejammert, weil ich da meine Kamera nicht dabei hatte.

Dieses eintauchen in die Erinnerungen hat so viel schöne Seiten. Du siehst gleichzeitig, was sind es für Momente oder Dinge die dich wirklich berühren. Du siehst wie viel schönes du erlebt hast. Dein ganzer Körper wird gleichzeitig genährt davon. In diesen Augenblicken verschwindet die ganze schwere, alle Probleme oder das man vielleicht gerade allein irgendwo ist. Es ist eine andere Art sein Herz zu öffnen und dann können plötzlich ganz andere Dinge in dir auftauchen.

Wenn du eine schöne Erinnerung mit einem Menschen hast, dann profitiert auch der andere davon. Ich bin sicher, dass der andere es spürt. Also wundere dich nicht, wenn du einen Anruf bekommen solltest 😉

Als ich damals das Bild für meinen Mann malte, entdeckte ich gleichzeitig eine geflochtene Weide. Sie hatte anfangs ganz wenig Blätter. Ich dachte nur, es könnte passender nicht sein. Vielleicht lasst ihr ja jetzt auch einen Baum in euch wachsen mit Erinnerungen.

AkzepTANZ

Was für eine Zeit!
Ich glaube im Moment ist für viele Spürbar wie sehr die Gegensätze aufeinander prallen. Auf der einen Seite gibt es so viel Angst und Ungewissheit und auf der anderen Seite ist gerade so viel Potenzial zu einer großartigen Veränderung. Eine Veränderung die wir Menschen und unsere Erde dringend brauchen.

Gestern schrieb eine Ärztin, dass sie genervt sei von den Gegensätzen. Ich konnte das so gut nachempfinden. Schließlich ziehen sich diese Gegensätze durch mein Leben wie ein roter Faden und manchmal war ich ganz schön verzweifelt und genervt davon. Es gab mir oft das Gefühl, das mit mir etwas nicht stimmt. Oft war es bei mir so, dass ich ganz tief unten war und das Gefühl hatte ich gebe mich und dann war ich wieder so euphorisch, fast am fliegen.

Das ganze ist auf Dauer einfach auch unheimlich anstrengend, wenn du immer wie ein Pendel von der einen Seite zur anderen Seite ausschlägst und so selten in der Mitte bist.
Erst Anfang diesen Jahres hatte ich das Glück, dass ich eine Sitzung bei einer tollen Frau hatte. Sie sagte mir Sinngemäß, dass es doch klar sei, dass die beiden Seiten immer so aufeinander treffen. Erst da wurde mir wirklich klar, welchen Sinn dieses Hin und Her macht. Man lernt einfach sehr viel. Auch wenn man natürlich menschlich gesehen nicht immer begeistert ist davon.

Genau das schrieb ich dann auch der Ärztin als Antwort. Die extremen Seiten scheinen dazu zugehören, damit sich alles nachher irgendwo in der Mitte einpendeln kann – neu sortiert. Im Grunde ist es die uralte Lehre von Yin und Yang.

Außerdem erzählte ich ihr dass ich letzte Woche in dem Wort Akzeptanz das Wort „TANZ“ gefunden habe. Diese Wort brachte mich in meine innere Ruhe, auch wenn ich mich immer wieder selbst erinnern musste.

Es fing damit an, dass ich genau wie viele andere auch gefüllt war von Ansichten und Meinungen. Es ist ja auch schwer sich dem Thema Corona zu entziehen. In mir rückte das Wort „Akzeptanz“ immer mehr in den Vordergrund und ich fing an zu meditierten um mich aus meiner Gedankenwelt zu holen.

Glücklicherweise hat mich vor ein paar Monaten eine süße Biene darauf gebracht sich genauer mit Wörtern zu befassen. Das tauchte dann in der Meditation auf. Es fing an dass ich zuerst das mir am Anfang das Wort „Akt“ in mir auftauchte. Das symbolisiert für mich das Leben. Letztlich sehe ich unser Leben auch wie einen Akt auf einer Bühne. Wir werden in das „Theaterstück“ geboren um zu lernen. Auf dem Bild unten habe ich es symbolisch mit dem Herz dargestellt.

Dann tauchte das Wort „Zepter“ auf. Das erinnerte mich daran, dass wir selbst das Zepter in der Hand haben um unsere persönliche Mitte zu finden. Die finden wir aber nicht in dem wir unseren Kopf befragen. Und genau da kommt auch das Wort „Tanz“ ins Spiel. Wenn ich tanze, dann bin ich raus aus meinem Kopf. Es erinnert an Lebensfreude und auch an die Spirale des Lebens. Es hat mich auch an die tanzenden Derwische erinnert. (Das könnt ihr gern googeln)

Alle drei Dinge zusammen genommen, lassen das Wort „AkzepTANZ“ in einem ganz neuen Licht erscheinen. Ich nehme mich aus meinem Kopf und urteile nicht mehr. Ich drehe mich sozusagen in meine eigene Mitte mit dem Tanz. (Die Spirale ist übrigens auch ein uraltes bedeutsames Zeichen.)

Nach der Meditation hatte ich noch eine Trommelreise mit meiner Schwester und einer Freundin. Ich bat beide in vollkommener Akzeptanz mit allem was ist auf die Reise zu gehen. Meine Schwester malte nachher ein Bild mit einem Regenbogen und meine Freundin erzählte mir, dass sie einen Maibaum mit bunten Bändern gesehen hätte. An den Bändern hielten sich die Menschen fest und tanzten im Kreis. Sie sagten auch das es gut war, dass ich das Wort Akzeptanz vorher gesagt habe. Den am Anfang der Reise schien es unruhig in ihnen zu sein und je mehr sie in die Akzeptanz gegangen sind um so ruhiger wurde es und schließlich entstanden diese schönen Bilder. Der Hund war als Krafttier dabei.

Jetzt wo ich das ganze schreibe, wir mir auch wieder bewusst wie wundervoll wir uns alle gegenseitig unterstützen. Ich hätte die Dinge für mich nie so klar bekommen, wenn es all die anderen Menschen nicht geben würde. Wir lernen voneinander, wenn wir in Akzeptanz miteinander umgehen. Das heißt übrigens nicht, dass ich alles gut finden muss, was der andere macht. Aber wenn ich seine Meinung nicht beurteile sondern akzeptiere, dann bin ich frei. Dann bin ich auch viel freier wirklich meine eigene Meinung zu finden. Dann habe ich die Chance zu unterscheiden, was ich wirklich fühle. Ich lasse mich dann nicht mehr irritieren und vertraue auf mein Gefühl. Ihr kennt das sicher alle gut, dass ihr etwas fühlt und ihr hört auf die Meinung eines anderen und lasst euch verunsichern. Ich kenne das sehr gut! Ich lasse mich oft verunsichern und ich merke wie sehr ich zu mir komme indem ich einfach innerlich in die Akzeptanz gehe. Ich tanze einfach aus meinem Kopf und fühle, was mein Herz mir sagt.

Vielleicht tanzt ihr einfach innerlich mit mir mit. Geht einfach in vollkommenen Akzeptanz mit allem was ist und wie es ist. Tanzt in eure innere Welt. Eure Welt in euch ist unendlich groß. Aho <3