Atemmeditiation zum Loslassen – Zeremonie am MON(D)tag

Heute habe ich es wirklich schwer klare Worte zu formulieren. Unzählige Male habe ich jetzt angefangen hier etwas zu schreiben. Jetzt ist mein Kopf so voll, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich euch eigentlich alles sagen möchte. Aber vielleicht muss ich das auch gar nicht?

In dieser Situation bin ich einfach dankbar, dass ich gelernt habe von meinem Lehrer Angaangaq eine Zeremonie zu machen um mich innerlich wieder zur Ruhe zu bringen und zurück kehren darf in meine Balance. Schon letzte Woche hat mir die Meditation immer wieder geholfen.

Heute möchte ich sie mit euch teilen, damit ihr sie für euch auch immer wieder anwenden könnt – auf eure Weise – um in eure Balance zu kommen.

Aus dem Buch „Schamanische Weisheit“ Seite 66 – Die schamanische Meditation:

„Veränderung ist ein Charakteristikum des Lebens, alles ändert sich – und auch wir Menschen müsse uns den neuen und sich ständig ändernden Rhythmen anpassen, wenn wir im Leben und in unserer Gesellschaft bestehen wollen. Unsere Welt ist schnelllebig geworden, an jedem Tag werden wir mit tausenderlei Dingen konfrontiert. Das bedeutet natürlich auch, dass du und ich permanent beeinflusst werden: im Guten wie im Schlechten, im Kleinen wie im Großen. Umso wichtiger ist es, auch heute im Umgang mit unseren Ressourcen das Gesetz der Balance zu beachten – der Natur, in unserer Gesellschaft und bei uns selbst. Manchmal sind es vermeintlich profane Dinge, wie Stress oder Ärger, manchmal sind es größere Brocken, die uns aus der Balance bringen.

Ich bin dankbar, dass meine Großmutter Aanakasaa mich immer wieder aufgefordert hat, auf meine Ressourcen zu achten: Beobachte, gib acht auf alles, was du hörst, siehst, sprichst, schmeckst und fühlst – in deinem Herzen. Denn dadurch habe ich gelernt zu unterscheiden: Ich nehme alles mit meinem Herzen auf, überprüfe es und lasse los, was mir nicht guttut. Dadurch bin ich auch in schwierigen Zeiten geschützt. Wenn du die schlechten Dinge zulässt, dann sammelst du im Handumdrehen Müll an. Und du weißt, wie schnell Müll zur Belastung werden kann. Dann kommen schwere Zeiten und du lädst auf deinen ohnehin schon großen Müllberg kräftig weiter auf.

Stell dir einen Schwan vor, der auf dem Wasser schwimmt. Seine Flügel und Federn sind getränkt mit Wasser, aber wenn er loslegt, hat er sich schon beim dritten Flügelschlag allen Wassers entledigt. Er lässt einfach los. Ist das nicht faszinierend?

Und wir kannst du das lernen? Ich praktiziere dafür die schamanische Atemmeditation meiner Großmutter. Das geht schnell, ist überaus einfach, bringt Erleichterung und hält mich immer in Übung. Körper, Verstand und Emotionen haben sich im Laufe der Zeit wie von selbst auf Loslassen eingestellt.

Anleitung für die Zeremonie zum Loslassen

Stell deine Füße, in Hüftbreite auf, so dass du einen sicheren Stand hast. Die Arme hängen seitlich herab. Schließe nun die Augen für diese Welt, atme langsam und tief durch die Nase ein, bis dein Brustkorb richtig mit Luft angefüllt ist. Hebe beim Einatmen die Arme, bis sie gerade nach vorne ausgestreckt sind, die Handflächen zeigen nach unten. Die Arme sind locker, die Ellenbogen leicht gebeugt. Halte nun kurz die Luft an, bevor du kraftvoll aus deinem Mund herausbläst. Lass beim Ausatmen die Arme nach vorn gleiten. Wiederhole das so lange, bis dein Atem von selbst langsamer wird und sich beruhigt. Folge deinem Atem, bis er wieder ganz normal und ruhig wird. Dann bedanke dich und öffne die Augen.

Das bringt dir diese Zeremonie

Übung macht den Meister, aber schon auf dem Weg zur Meisterschaft kannst du Erleichterung empfinden. Du wirst wieder in deiner Mitte sein, dich spüren und feststellen, wir du kur, -mittel und langfristig immer besser in der Lage bist, dich von Stress, Ärger und anderen Gefühle zu befreien. Das wirkt sich natürlich auf deinen Gemütszustand, deine Haltung und deine innere Ruhe aus, was ja erhebliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.“

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