Genervt von mir – wie kann ich wieder liebevoll zu mir sein? – Zeremonie am Mon(d)tag

Kennt ihr das auch, dass ihr genervt von euch selbst seid. Ich kenn das nur zu gut. Mein Kopf dreht sich darum, was alles gut sein könnte für mich oder was ich alles tun sollte oder besser NICHT tun sollte. Mein Verstand ist ja so schlau … der weiß immer alles ganz genau. Aber meine Gefühle zeigen mir den Stinkefinger. 

Müsste ich nicht endlich meinen Hintern hoch bekommen und aufräumen – „nö, ich bin doch viel zu erschöpft und jeder Handgriff fühlt sich an wie Blei“ – sagt das Gefühl. Ok, wenn du dich so erschöpft fühlst, dann kümmere dich doch endlich mal um deine Ernährung , wie lange wolltest du schon fasten?? Du weißt doch ganz genau, was richtig ist um sich gesund zu ernähren. – hm, aber eigentlich habe ich jetzt auf Schokolade oder ein Eis und noch ein Wasser, aber mit schönem süßen Holundersirup oder so – sagt das Gefühl.

Oh je, dann sind da auch noch die Kinder dreht es sich in meinem Kopf – du kannst sie doch nicht so lange vor den Medien hocken lassen – ist es jetzt wirklich so dramatisch, wenn sie mal länger davor sitzen? – sagt das Gefühl. Als letztes zieht mein Verstand noch einen Joker aus dem Ärmel, schau doch mal wie super das bei anderen läuft … jetzt bin ich richtig genervt (um es nicht schlimmer auszudrücken) war ich nicht über diesen Punkt schon längst hinweg…

Mein Gefühl schreit – ich will eigentlich gar nichts machen, sondern einfach nur meine Ruhe haben und mir keine Gedanken machen wollen, was ich jetzt gerade alles darf oder nicht. Ich bin so genervt von diesem hin und her. Sollte ich es nicht langsam besser wissen und auf mein Gefühl hören? Ich fange an zu beten und merke wie ich mich ganz klein fühle und vor lauter Scham noch nicht mal Gott darum bitten kann. Was soll er denken von mir – muss ich nicht einfach konsequent sein und meinen Schweinehund überwinden? 

Doch die Antwort von oben kommt prompt: „ Du musst gar nichts, du DARFST! Sei liebevoll zu dir!“ Plötzlich denke ich, ich zeige meinem Verstand jetzt mal den Stinkefinger und hole mich aus dem Rad meiner Gedanken, wie etwas zu sein hat. Letztlich kommt alles genau zur richtigen Zeit. Irgendwann habe ich wieder mehr kraft, mich um meine Ernährung und meinen Haushalt zu kümmern. Meinen Kindern traue ich einfach mal selbst viel Eigenverantwortung zu.

Heute werde ich eine Zeremonie machen für mich um wieder liebevoller zu mir sein zu können. Jetzt wo ich langsam wieder auf dem Weg bin, meine Gedanken zur Ruhe zu bringen merke ich, dass mich die ganze Woche schon die Rosen begleiten. Sie haben mich die letzten Tage immer wieder zum Staunen gebracht. Ich sage ständig zu meinem Mann, ich habe das Gefühl, sie haben noch nie so stark geblüht. Eine Rose lag abgebrochen neben meinem Auto –sie steht die ganze Zeit auf meinem kleinen Altar.

Da ich so in meinem Kopf war, habe ich nicht bemerkt, dass sie mich immer wieder erinnern wollte. All die wundervollen Rosen, die gerade blühen, erinnern uns an unsere eigene Schönheit und an unsere Vielfalt (keine Rose gleicht der anderen). Die Rosen erinnern uns an die Liebe zu uns selbst. Ihr Dornen zeigen, dass wir uns abgrenzen dürfen und nur das zulassen, was uns gut tut … ich hätte es eigentlich direkt wissen sollen. Meine schamanische Ausbilderin, Romanie, hat mir beigebracht, dass ich niemals sagen soll „ich muss“ sondern immer „ich DARF“. Für mich hat sie die Rose im Namen und sie hat mir die liebe und die gleichzeitige Abgrenzung beigebracht … aber da ich so sehr in meinem Kopf war, konnte es nicht zu mir durchdringen.

Wie schön, dass es wieder in mein Bewusstsein dringen durfte und ich heute mit und durch die Rose mich erinnern darf – schon jetzt merke ich, wie ich innerlich aufblühe.

Kommt und  lasst uns alle blühen wie die Rosen.

Als ich fertig war mit schreiben, hatte ich das Gefühl raus gehen zu wollen und die verschiedenen Rosen fotografieren zu wollen. Daraus ist dieses Bild entstand.

Und zum Schluss entstand dieses Energiebild aus allen Rosen.