Zeremonie am MON(D)tag – Komm kreativ in deine Kraft

Ab heute, den 20. April 2020 möchte ich regelmäßig Zeremonien vorstellen. Zeremonien bringen dich in deine Kraft. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es ist alles erlaubt, was dein Gefühl dir sagt. Es braucht oft gar keine Worte, die Kreativität allein wird dir schon viel Kraft geben. Die Bedeutsamkeit von Zeremonien ist mir erst durch meinen Lehrer Angaangaq (Schamane aus Grönland) bewusst geworden.

Da ich es genauso empfinde und nicht besser formulieren könnte, lasse ich euch ein paar Worte von Angaangaq da, aus dem Buch „Schamanische Weisheiten – Für ein glückliches Leben“ – Seite 8: Wie Zeremonien unseren Alltag verändern.

„Hat du dir schon mal überlegt, aus wie vielen Routinen dein Leben besteht? Wie viele Dinge tust du während des Tages, ohne dir Gedanken darüber zu machen, ohne wirklich achtsam bei der Sache zu sein? Hälst du alles für selbstverständlich, was du leistest? Oder freust du dich über dich und schenkst dir un deinem Tun in jedem Moment deine volle Aufmerksamkeit und Anerkennung?

Warum frage ich dich das? Ich glaube, es ist eine der größten Herausforderungen für uns Menschen, unser Leben wirklich zu leben. Die Schönheit in allem zu sehen, was uns umgibt. Freude zu spüren, Freude zuzulassen – über uns selbst, über andere, über das Leben an sich.

Ich bin nicht anders als du, nur weil ich ein Eskimo vom Stamm der Kalaallit oder ein Schamane bin. Auch in meinem Leben gibt es Höhen und Tiefen. Ich erlebe genauso Momente der Freude und der Liebe wie solche des Kummers und der Sorgen. Allerdings hatte ich das Glück, dass meine Großmutter Aanakasaa und meine Mutter Anna Aanaqqii mich gelehrt haben, die vielen schönen Dinge in meinem Leben wahrzunehmen und all die kleinen und großen Begebenheiten zu würdigen und zu feiern. Die Zeremonien, die mich seit meiner Kindheit begleiten und die ich heute mit dir teilen möchte, sollen dich in deinem Leben unterstützen. Sie heilen, wo es etwas zu heilen gibt, sie bringen Freude, Leichtigkeit, Kraft, Selbstbewusstsein und Mut – jede auf ihre Weise und wenn man sie regelmäßig anwendet.“

„Meine Großmutter Aanakasaa sagte immer wieder:

Beobachte und sei achtsam, was draußen geschieht – in dir drin.

Dann haben Abgestumpftheit, Freudlosigkeit und Leer in unserem Leben keinen Platz mehr. Stell dir vor, wie es wäre, wenn ausschließlich Achtsamkeit und Wertschätzung deinen Alltag bestimmten! Und wenn mehr und mehr Menschen davon verfasst würden! Weder Zerstörung noch Kriege hätten so eine Chance, Freude und Frieden könnten in uns lebendig werden. Schönheit, Kraft und Stärke eines jeden zum Vorschein kommen. Welch eine Vision!

Ich spreche bewusst von den Zeremonien des Alltags. Eine Zeremonie ist ja eigentlich etwas ganz Besonderes, etwas Feierliches. Sie hat etwas heiliges. Meine Großmutter sagte: Wenn die Zeremonie ihren Spirit verliert, wird sie zu einem Ritual, und die heutige Welt ist voll von Ritualen. Rituale sind also Zeremonien, deren Spirit gestorben ist. Es sind Handlungen, die zur Routine geworden sind. Ich will meinen Alltag mit Freude und Schönheit füllen, jeden neuen Tag ehren und feiern und aus meinem Leben eine einzige Zeremonie machen. Und dazu möchte ich dich mit den Zeremonien für den Alltag einladen – damit dein Leben keine Routine wird.“